
Wo die Animation ihre kollektive Stimme findet 🎬
Am 23. Mai 2025, parallel zum Annecy Animationsfilmfestival, fand das Carrefour Asociativo des Animationsfilms statt, ein Raum, in dem Verbände, Kollektive und Gewerkschaften der Branche zusammenkamen, um über Krisen, Beschäftigung und Ausbildung zu debattieren. Dieses unabhängige Event, das in der Maison Aussedat stattfand und durch Spenden finanziert wurde, zeichnete sich durch freien Zugang aus – ohne Akkreditierung oder Kosten – und integrierte Tools wie Blender 4.5 und Unreal Engine 6 in Präsentationen und Debatten, wodurch die technischen Diskussionen so dynamisch wie visuell wurden.
Runde Tische und Schlüsselteilnehmer
Das Event war in drei Hauptachsen der Diskussion strukturiert:
- Aktuelle Gewerkschaftslage in der Animation: mit Beteiligung von SPIAC-CGT und SNTPCT
- Vielfalt und Inklusion in Studios und Produktionen: geleitet von Verbänden wie Les Intervalles
- Arbeitsmarkt für Praktika und frisch Absolvierte: mit Kollektiven von Profis und Schulen
Die Moderatoren sorgten für offene und partizipative Debatten, in denen sowohl Veteranen als auch Newcomers Erfahrungen und Bedenken teilen konnten. Viele Sitzungen wurden aufgezeichnet, um sie später auf YouTube zu verbreiten und die Reichweite über das Präsenz-Event hinaus zu erweitern. 📣
Digitale Tools im Herzen der Debatte
Was dieses Carrefour Asociativo auszeichnete, war die aktive Nutzung von Animations- und Rendering-Software während der Präsentationen. Referenten verwendeten:
- Blender 4.5 zur Darstellung von Projektprototypen und Workflows
- Unreal Engine 6 für Echtzeit-Visualisierungen von Produktionsumgebungen
- Datenanalysetools zur Präsentation von Branchenarbeitsmarkstatistiken
- Interaktive Visualisierungen von Organisationsstrukturen in Studios
Dieser Ansatz ermöglichte es, abstrakte Diskussionen über Arbeitsbedingungen oder Produktionspipelines durch konkrete und greifbare Demonstrationen zu untermauern.
Wenn Gewerkschaften Spiele-Engines nutzen, um Arbeitsrealitäten darzustellen, hört die Branche auf eine andere Weise zu.
Zugänglichkeit und kollaboratives Modell
Das Carrefour blieb bewusst außerhalb der offiziellen Struktur des Annecy-Festivals und agierte als unabhängige Initiative, die durch Spenden von Teilnehmern und unterstützenden Organisationen finanziert wurde. Dieses Modell ermöglichte:
- Freien Zugang ohne Akkreditierungs- oder Zahlungsanforderungen
- Offene Partizipation an Debatten, unabhängig von Erfahrung oder Zugehörigkeit
- Aufzeichnung und kostenlose Verbreitung von Inhalten für diejenigen, die nicht teilnehmen konnten
- Organisches Networking zwischen Profis aller Ebenen
Ein Format, das den Austausch von Ideen der Exklusivität vorzog.
Heiße Themen und praktische Schlussfolgerungen
Die Diskussionen behandelten dringende Herausforderungen:
- Produktionskrise nach der Pandemie und ihr Einfluss auf stabile Beschäftigung
- Lohnlücken zwischen großen und unabhängigen Studios
- Veraltete technische Ausbildung in einigen Bildungseinrichtungen
- Druck zur Einführung neuer Tools ohne angemessene Ausbildung oder Ressourcen
Es wurden konkrete Maßnahmen identifiziert, wie die Erstellung von Datenbanken für Studios, die Arbeitsstandards erfüllen, oder die Entwicklung kostenloser Workshops zu Open-Source-Software wie Blender.
Während im Hauptfestival Animationswunder präsentiert wurden, diskutierte man im Carrefour, wie man das Schaffen dieser Wunder nachhaltig gestalten kann. Und am Ende importieren vielleicht die Folien zu Arbeitsbedingungen genauso viel wie die Trailer der nächsten Filme – besonders, wenn sie in Echtzeit gerendert werden. 😅