Apple öffnet iOS in Brasilien für App-Stores Dritter und externe Zahlungen

Veröffentlicht am 21. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Logotipo de Apple sobre una bandera de Brasil, con iconos de tiendas de aplicaciones y monedas alrededor, simbolizando la apertura del ecosistema iOS en el país.

Apple öffnet iOS in Brasilien für App-Stores Dritter und externe Zahlungen

Das Technologieunternehmen Apple hat mit dem Verwaltungsrat für Wirtschaftsverteidigung Brasiliens (CADE) eine Vereinbarung getroffen, um die Regeln seiner mobilen Plattform zu ändern. Ab nächstem Jahr können Nutzer in Brasilien App-Stores installieren, die nicht die App Store sind, und Entwickler können Zahlungsprozessoren nutzen, die nicht von Apple stammen. Diese Maßnahme reagiert auf regulatorischen Druck und verändert das traditionelle Geschäftsmodell des Unternehmens in einem strategischen Markt. 📱🇧🇷

Ein struktureller Wandel in den Vertriebsregeln

Die Vereinbarung bedeutet eine signifikante Wendung in der Politik des geschlossenen Ökosystems, die iOS jahrelang definiert hat. Brasilianische Nutzer werden die Möglichkeit haben, Software aus externen Quellen herunterzuladen, während die App-Ersteller die Provisionen umgehen können, die Apple für jede Transaktion in seinem System erhebt. Um diese Änderungen umzusetzen, muss das Unternehmen sein Betriebssystem anpassen, ein technischer Prozess, der voraussichtlich 2025 bereit sein wird, damit Nutzer ihn testen können.

Wichtigste Änderungen, die iOS in Brasilien erreichen:
  • Nutzer können App-Stores Dritter installieren, ohne ausschließlich auf den offiziellen App Store angewiesen zu sein.
  • Entwickler haben die Option, externe Zahlungssysteme in ihre Anwendungen zu integrieren, was Kosten senken kann.
  • Die Pflicht, den eigenen Zahlungsprozessor von Apple für Käufe innerhalb der Apps zu nutzen, entfällt.
Diese Vereinbarung schließt die Untersuchung wegen möglichen Missbrauchs der dominanten Stellung ab, die der CADE gegen Apple geführt hat, und vermeidet eine hohe wirtschaftliche Strafe.

Globaler regulatorischer Druck als Motor

Die Entscheidung für Brasilien ist kein isolierter Fall, sondern Teil eines globalen Trends. Regulierungsbehörden in verschiedenen Regionen drängen die großen Technologieunternehmen, ihre Plattformen zu öffnen und den Wettbewerb zu fördern. Das Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union ist das prominenteste Beispiel, das Apple bereits verpflichtet, alternative Softwareverteilung und externe Zahlungen in den Mitgliedstaaten zu erlauben.

Regulatorischer Kontext, der diese Änderungen vorantreibt:
  • Untersuchung des brasilianischen CADE wegen Praktiken, die den Wettbewerb einschränken könnten.
  • Druck der Europäischen Union mit ihrem rechtlichen Rahmen für digitale Märkte.
  • Internationaler Debatten über die Kontrolle, die dominante App-Stores ausüben.

Balance zwischen Öffnung, Sicherheit und Nutzererfahrung

Während viele Entwickler und Wettbewerbsbefürworter diese größere Freiheit feiern, wirft der Wandel Fragen auf. Einer der historischen Pfeiler von iOS war die Sicherheit und zentralisierte Kontrolle, die nach Apple die Nutzer vor bösartiger Software schützt. Die Erlaubnis zur Installation aus externen Quellen könnte die Nutzererfahrung fragmentieren und neue Herausforderungen bei der Gerätesicherung schaffen. Der Erfolg dieser Übergangsphase in Brasilien wird von anderen Märkten und Regulierungsbehörden genau beobachtet. 🔓⚖️