
Aliro, mit Apple, Google und Samsung, lanciert einen Standard für smarte Schlösser für 2026
Eine Gruppe von Technologiegiganten schließt sich zusammen, um zu verändern, wie wir unsere Räume betreten. Das Aliro-Konsortium, unterstützt von Apple, Google und Samsung, hat offiziell seinen Vorschlag zur Vereinheitlichung des schlüssellosen Zugangs vorgestellt. Dieser Standard soll es ermöglichen, Türen mit Ihrem Mobiltelefon oder einer Smartwatch sicher und kompatibel zwischen verschiedenen Herstellern zu öffnen. Die ersten Geräte, die diese Technologie integrieren, sollen ab 2026 verfügbar sein. 🔓
Die Technologie, die schlüssellosen Zugang ermöglicht
Das System basiert auf zwei Haupttechnologiepfeilern: Ultra Wideband (UWB) und NFC. Die UWB-Technologie ist entscheidend, da sie die Position Ihres autorisierten Geräts im Verhältnis zum Schloss mit hoher Präzision lokalisieren kann. Dies löst ein zentrales Sicherheitsproblem, da es verhindert, dass jemand die Tür aus der Ferne oder durch sie hindurch öffnen kann, ein Risiko, das bei anderen drahtlosen Lösungen besteht. Die NFC-Technologie dient als essenzieller Backup, wenn der Akku Ihres Smartphones leer ist, und stellt sicher, dass Sie nie draußen stehen bleiben. Das Design des Standards ermöglicht die Integration in Schlösser für Zuhause, Büros, Hotels und Fahrzeuge und strebt ein einheitliches Zugangssystem an.
Schlüsselmerkmale des Standards:- Präzise Lokalisierung: UWB erkennt, ob das Gerät direkt neben dem Schloss ist, nicht in Metern Entfernung.
- NFC-Backup: Bietet eine alternative, energiearme Zugangsmethode, wenn das Mobiltelefon keinen Akku mehr hat.
- Interoperabilität: Ist dafür gedacht, einheitlich zwischen Produkten verschiedener Marken zu funktionieren, die den Standard übernehmen.
Das Protokoll verschlüsselt die Zugangsdaten direkt in einem sicheren Element des Geräts, wie einem Chip. Die Schlüssel verlassen niemals diese geschützte Umgebung.
Fokus auf Sicherheit und Benutzerkontrolle
Aliro stellt Sicherheit und Datenschutz ins Zentrum seines Vorschlags. Sein Protokoll verwaltet die Zugangsdaten in einer vertrauenswürdigen Ausführungsumgebung, typischerweise einem dedizierten Sicherheitschip im Telefon oder der Smartwatch. Diese Methode übertrifft nach Angaben des Konsortiums den Schutz herkömmlicher physischer Schlüssel, die dupliziert werden können, und Lösungen, die ausschließlich auf Bluetooth setzen, die anfälliger für bestimmte Angriffe sein können. Der Benutzer verwaltet und überwacht alle seine Zugänge über eine dedizierte App und hat volle Kontrolle darüber, wer wann eintreten darf. 🛡️
Dezklarierte Sicherheitsvorteile:- Hardware-Zugangsdaten: Die digitalen Schlüssel werden in einem sicheren Hardware-Element gespeichert und verarbeitet, nicht in leicht zugänglicher Software.
- Zentralisierte Kontrolle: Eine App ermöglicht das Erteilen, Ändern oder Widerrufen von Zugängen remote und instantan.
- Weniger physische Risiken: Eliminiert die Möglichkeit, Schlüssel zu kopieren oder auf konventionelle Weise zu stehlen.
Überlegungen und Zukunft des Standards
Die Vision, das Smartphone als universellen Schlüssel zu nutzen, ist kraftvoll, aber nicht ohne praktische Herausforderungen. Die totale Abhängigkeit von einem elektronischen Gerät birgt das Risiko, draußen zu stehen, wenn der Akku versagt, obwohl das NFC-Backup dieses Risiko mildert. Eine flächendeckende Adoption erfordert, dass viele Hersteller von Schlössern, Gebäudesystemen und Automobilen den Standard integrieren. Wenn es erfolgreich ist, könnte Aliro erheblich vereinfachen, wie wir mit Schlössern interagieren, und das Tragen eines physischen Schlüsselbunds zur Vergangenheit machen. Der Weg bis 2026 wird entscheidend sein, um zu sehen, wie sich dieses Versprechen eines wirklich universellen und sicheren Zugangs realisiert.