Ein internationales Team, mit Beteiligung der ETH Zürich, hat einen 228 Meter langen Sedimentkern unter der Eisschicht Westantarktikas geborgen. Dieses geologische Archiv, beispiellos durch seine Länge, bewahrt einen Aufzeichnung von Millionen von Jahren, die zeigt, wie die Eismasse in vergangenen warmen Perioden vor- und zurückgegangen ist. Seine direkte Untersuchung ist entscheidend, um die Reaktion des Eises auf die Erwärmung zu verstehen.
Bohrertechnologie am Rand des Eises, um das Sedimentarchiv zu erfassen 🛠️
Die Entnahme erfolgte am Rand der Eisschelf, wo das Eis auf den Felsgrund trifft. Es wurde ein System mit heißem Wasserbohrung eingesetzt, um den Meeresboden unter Hunderten von Metern Eis zu erreichen. Die Technik ermöglichte es, intakte Sediment柱en Schicht für Schicht zu gewinnen, die Materialien enthalten, die vom Eis bei seinen Bewegungen mitgeschleppt wurden. Diese Methode vermeidet Kontamination und erhält die zeitliche Abfolge für die Laboranalyse.
Das antarktische Eis hatte schon vor Millionen von Jahren seine Diätphasen und Fressorgien 📜
Es scheint, dass die antarktische Eisschicht Zyklen von Abmagerungen und massiven Erholungen durchläuft, lange bevor es Menschen gab, die sich darüber Sorgen machen konnten. Diese Sedimente sind wie das Logbuch eines unbeständigen Gletscherriesen. Nun entschlüsseln die Wissenschaftler dieses Logbuch, um herauszufinden, ob unser Klimastoß diesmal dazu führt, dass es für immer Gewicht verliert, ohne Chance auf eine neue Fressorgie aus Eis.