Türkei nimmt DW-Journalistin wegen Kritik in sozialen Medien fest 🔍

Veröffentlicht am 20. February 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt

Die türkischen Behörden haben den erfahrenen Korrespondenten Alican Uludağ festgenommen und ihm vorgeworfen, irreführende Informationen zu verbreiten und Präsident Erdogan zu beleidigen. Die Festnahme basiert auf Beiträgen in X und kritischen Artikeln über die Freilassung mutmaßlicher Mitglieder des Islamischen Staates. Nach einer Hausdurchsuchung und der Beschlagnahmung seiner Ausrüstung wurde er nach Istanbul gebracht. Deutsche Welle bezeichnete die Verhaftung als Abschreckungsakt und löste internationale Kritik sowie Forderungen nach seiner Freilassung aus.

Un periodista detenido por sus críticas a Erdogan en redes sociales, rodeado de agentes policiales.

Die Beschlagnahmung von Geräten: ein technisches Protokoll zur Kontrolle der Information 💻

Die Durchsuchung und Beschlagnahmung der Computergeräte des Journalisten folgt einem etablierten technischen Verfahren. Die Behörden erstellen in der Regel forensische Abbilder der Festplatten und Speichergeräte, um digitale Beweise zu suchen. Dieser Prozess, der die Analyse von Metadaten, Browserverläufen und Dateien umfasst, ermöglicht das Nachverfolgen der Online-Aktivitäten. Die Technik, obwohl standardmäßig in Ermittlungen, wird in Frage gestellt, wenn sie auf Journalisten angewendet wird, wegen des Risikos, an vertrauliche Quellen zu gelangen.

Erdogan erweitert sein „Fact-Checking“-Programm für Journalisten ⚖️

Es scheint, als hätte die türkische Regierung einen neuen und enthusiastischen Fact-Checking-Service gestartet. Er beschränkt sich nicht darauf, Tweets zu kennzeichnen, sondern schickt komplette Teams zu Ihnen nach Hause für eine vor-Ort-Überprüfung Ihrer Geräte. Sie bieten eine kostenlose Fahrt zu Gerichtsgebäuden und einen Aufenthalt an, um über Ihre Aktivitäten in sozialen Medien nachzudenken. Ein echtes Premium-Abonnement für Gerechtigkeit, bei dem kritischer Inhalt einen Aufpreis hat.