Slowakei droht mit Stromabschaltung für die Ukraine wegen der Druschba-Pipeline ⚡

Veröffentlicht am 22. February 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat der Ukraine ein Ultimatum gestellt. Er fordert, dass bis Montag die Versorgung mit russischem Öl über die Druzhba-Pipeline, die Angriffen ausgesetzt war, wieder aufgenommen wird. Andernfalls wird die Slowakei die Notstromversorgung an ihren Nachbarn kappen. Fico wirft der Regierung Selenskys Feindseligkeit und Undankbarkeit vor und schließt sich der Haltung Ungarns an, das ebenfalls gegen die Unterbrechung protestiert.

Un mapa de Europa destaca Eslovaquia y Ucrania. Una flecha roja (petróleo) se detiene en Ucrania, mientras una flecha amarilla (electricidad) de Eslovaquia a Ucrania está a punto de ser cortada con unas tijeras.

Die technische Abhängigkeit vom russischen Öl und die vernetzten Stromnetze 🔌

Die Drohung bringt zwei kritische Infrastrukturen auf den Tisch. Einerseits die Druzhba-Pipeline, ein sowjetisches Rohrnetz, das weiterhin entscheidend für Raffinerien in der Slowakei, Ungarn und Tschechien ist. Ihre Unterbrechung zwingt zu teureren alternativen Logistiklösungen. Andererseits das mit der EU synchronisierte Stromnetz der Ukraine, das es der Slowakei ermöglicht, Notenergie zu liefern. Die Nutzung dieser Ressource als Verhandlungsmasse zeigt, wie technische Interdependenzen zu geopolitischen Werkzeugen werden.

Energiediplomatie: Wenn du mir dein Öl nicht gibst, lass ich dich im Dunkeln ⚖️

Die Situation hat einen Nachbarschaftsstreitpunkt. Es ist, als ob man einem Nachbarn, dessen Generator kaputt ist, ein Stromkabel leiht und dieser dann deine Autoreifen aufsticht. Die logische Reaktion ist natürlich, mit dem Entzug des Kabels zu drohen. Die Logik von Auge um Auge, Volt um Volt scheint diese neue Diplomatie zu leiten. Eine Erinnerung daran, dass in der europäischen Politik manchmal nationale Interessen im Vordergrund stehen, auch wenn das einen Verbündeten im Krieg buchstäblich im Dunkeln lässt.