Eine Studie der ETH Zürich enthüllt einen unerwarteten Prozess im Kongobecken. Große Seen mit dunklem Wasser, die in seinen Mooren entstanden sind, mobilisieren Kohlenstoff, der über Tausende von Jahren gespeichert war. Dieser Kohlenstoff, der als stabil galt, wird in die Atmosphäre übertragen. Die Entdeckung warnt vor einem neuen Mechanismus der Klimarückkopplung.
Fernerkundungstechnologie und Isotopenanalyse zur Verfolgung des Kohlenstoffs 📡
Die Forschung kombinierte Satellitenbilder mit geochemischen Analysen von Wasser- und Moorstichproben. Die Fernerkundung ermöglichte die Kartierung der Ausdehnung der Seen in den Mooren, einem schwer zugänglichen Gelände. Die Analyse von Radiokohlenstoff-Isotopen bestätigte, dass der in den Seen gelöste Kohlenstoff alt ist und nicht aus jüngerer Vegetation stammt. Diese Methodik quantifiziert einen in den aktuellen Klimamodellen nicht berücksichtigten Kohlenstofffluss.
Der Rentenplan des Kohlenstoffs wird ohne Vorwarnung storniert 😅
Es scheint, als hätte der Kohlenstoff aus dem Moor andere Pläne. Statt einen ruhigen Ruhestand über Jahrtausende zu genießen, hat er sich entschieden, in die Seen zu tauchen und den ersten verfügbaren Flug in die Atmosphäre zu nehmen. Ein klarer Fall, dass nicht einmal die tiefste geologische Speicherung sicher ist, wenn man die Kleinsschrift des Klimawandels nicht liest.