Ein Team von Astronomen hat die fernste und leuchtendste registrierte Maser-Emission lokalisiert. Sie stammt aus der Galaxie H1429-0028, fast 8 Milliarden Lichtjahre entfernt, und ihr Signal wurde durch eine gravitative Linse verstärkt. Dieses Phänomen tritt bei galaktischen Kollisionen auf, wo verdichtetes Gas einen sehr intensiven und fokussierten Strahl von Mikrowellenstrahlung erzeugt.
Die Technologie hinter der Entdeckung: MeerKAT und gravitative Linsen 📡
Die Entdeckung war mit dem Radioteleskop MeerKAT in Südafrika möglich, dessen Empfindlichkeit das Signal auffing. Ein Schlüssel-Effekt war die gravitative Linse: Eine Galaxie zwischen der Quelle und der Erde krümmte und verstärkte das Licht und wirkte wie eine kosmische Lupe. Dies ermöglichte die Untersuchung von Details einer Emission, die aufgrund ihrer Leistung und ihres schmalen Spektrums als Gigamaser klassifiziert werden soll.
Wenn eine Galaxienkollision „klingt“, emittiert sie Mikrowellen 💥
Es scheint, als hätte das Universum seine eigene Art zu „lärmen“. Während hier zwei Autos kollidieren und die Hupen ertönen, verschmelzen dort zwei Galaxien und „klingen“ , indem sie einen Mikrowellenstrahl emittieren, den wir in Milliarden Lichtjahren Entfernung nachweisen können. Vielleicht ist das ihre Art, gegen den kosmischen Verkehr zu protestieren, allerdings mit einer Spektralpräzision, die jeder unserer Öfen beneiden würde.