Der chinesische Riese Lenovo, weltweiter Marktführer beim PC-Verkauf, bestätigt, dass die Teuerung der Speicher seine Produkte betreffen wird. Obwohl das Unternehmen Vorräte an Komponenten hat, um die Nachfrage dieses Jahres zu decken, zwingt der Marktdruck es, einen Teil der Kosten an die Verbraucher weiterzugeben. Diese Situation verdeutlicht, wie die Lieferkrise selbst die am besten vorbereiteten Akteure trifft.
Die Strategie der langfristigen Einkäufe und ihre Grenze 📜
Der Vorteil von Lenovo liegt in seinem Einkaufsvolumen und seiner Fähigkeit, langfristige Lieferverträge mit den Chip-Herstellern auszuhandeln. Dies ermöglicht es, Inventare für lange Zeiträume zu sichern und die unmittelbare Volatilität abzufedern. Allerdings haben diese Abkommen eine zeitliche Begrenzung. Wenn die Vorräte aufgebraucht sind und die Nachschubpreise höher sind, ist eine Kostensteigerung in der Produktion unvermeidlich und spiegelt sich im Endpreis des Geräts wider.
Vorräte für ein Jahr, aber die Geldbörse weint heute 😥
Die Ironie ist perfekt: Vorräte für zwölf Monate bedeuten nicht zwölf Monate gefrorene Preise. Es scheint, als ob die Marklogik so funktioniert: Wir haben Speicher, um die Produktion nicht zu stoppen, aber da unsere Lieferanten die nächste Lieferung schon teurer berechnen, fangen wir jetzt schon an, teurer abzurechnen. Ein Trost im Lager, den am Ende immer wir zahlen. Wenigstens können wir sagen, dass unser neuer Laptop Speicher von der guten Sorte hat, von vor der Preiserhöhung.