Nach der Zerstörung aller Sender in Gaza war das Gebiet mehr als zwei Jahre lang ohne eine lokale Stimme. Sylvia Hassan, Journalistin und Kriegs-Witwe, änderte dies mit Hona Ghazza. Dieses Radio, das von einem kleinen Studio in Deir al-Balah sendet, entsteht, um die Realität der Straßen widerzuspiegeln. Hassan, mehrmals vertrieben, betont, dass nur diejenigen, die den Konflikt erleben, seinen Schmerz erzählen können. Die Initiative entsteht in einem Kontext, in dem die lokale Bevölkerung das Gefühl hat, dass andere über ihre Zukunft entscheiden.
Ein Radiosstudio unter extremen Bedingungen ⚡
Die technische Infrastruktur von Hona Ghazza wird mit dem Vorhandenen aufgebaut. Das Studio, an einem aus Sicherheitsgründen nicht genannten Ort, funktioniert mit grundlegenden Geräten und ist auf Generatoren und Satelliten-Internetverbindungen angewiesen, um den Sender am Laufen zu halten. Die Priorität liegt auf der Portabilität angesichts der Möglichkeit einer neuen Vertreibung. Die Ausstrahlung wird durch soziale Netzwerke ergänzt, um die Reichweite zu erweitern und die Einschränkungen der traditionellen Radiofrequenz in einem Gebiet mit häufigen Stromausfällen zu überwinden.
Die ultimative Berichterstattung: ohne Strom, aber mit Mikrofon 🎙️
In einer Wendung des Feldjournalismus hat Hona Ghazza das Konzept des mobiilen Studios neu definiert. Es geht nicht um einen Van mit modernster Ausrüstung, sondern darum, zu wissen, welches Kabel man zuerst packt, wenn die Sirene ertönt. Die Bandbreite reicht gerade aus für eine klare Stimme, wobei der Inhalt vor der Audioqualität priorisiert wird. Sie zeigen, dass es, um eine Geschichte zu erzählen, manchmal reicht mit einem Mikrofon, einer externen Batterie und der Sturheit, nicht zu schweigen.