Die Gewerkschaft SNTPCT hat zu einer Mobilisierung am 20. Februar aufgerufen, die sich an die Fachkräfte der Animation in Frankreich richtet. Die Aktion folgt auf das Scheitern der letzten Tarifverhandlungen, in denen die Arbeitgeberseite nur eine Erhöhung um 1 % anbot, weit entfernt von den geforderten 10,5 % zur Kompensation der Inflation. Zudem fordern sie die Regulierung von Homeoffice und KI, die Angleichung der Feiertage und die Reform der Lohnskalen.
KI und Homeoffice, Schlüsselpunkte in den Tarifverhandlungen ⚙️
Über die Löhne hinaus bringt der Konflikt zwei kritische technische und organisatorische Aspekte auf den Tisch. Einerseits sucht die Gewerkschaft einen klaren Rahmen für den Einsatz künstlicher Intelligenz, um deren Auswirkungen auf Arbeitsabläufe und geistiges Eigentum vorwegzunehmen. Andererseits fordern sie eine konkrete Regulierung des Homeoffice, ein Modell, das sich etabliert hat, dessen Bedingungen (Ausrüstung, Arbeitszeiten, Vergütungen) jedoch keines branchenweiten Abkommens bedürfen und rechtliche Unsicherheit erzeugen.
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Bei einer kumulierten Inflation, die die Budgets frisst, hat das Gegangebot der Arbeitgeber von 1 % einen unfreiwilligen Hauch von Humor. Es scheint berechnet, um nach einem Jahr Arbeit ein Basisabonnement für einen Streaming-Dienst zu erwerben oder, mit Glück, ein Luxus-Baguette. Während die Studios millionenschwere Projekte ankündigen, erinnert das Angebot für das kreative Team an jene symbolischen Belohnungen in Videospielen, die niemand einlöst. Eine Lektion in fantastischer Ökonomie, aber auf die reale Welt angewendet.