Im Jahr 2025 erreichte die ETH Zürich die Registrierung von 46 neuen Unternehmen, was ein aktives Jahr für ihr Gründerecosystem markiert. Die Institution führte eine klare Unterscheidung ein: 24 sind Spin-offs, die direkt auf universitären Forschungsresultaten basieren, und 22 sind Start-ups, die oft von Studenten gegründet werden, die erworbenes Wissen anwenden, ohne auf konkrete F&E-Projekte angewiesen zu sein. Um diese zweite Gruppe zu unterstützen, wurde der Accelerator UPortunity gestartet.
Kalligo Medical und die Entwicklung eines anpassbaren Prothesenfutters ⚙️
Ein repräsentativer Fall ist Kalligo Medical AG, ein Start-up, das aus dem Accelerator UPortunity hervorgeht. Das Unternehmen entwickelt ein Prothesenfutter für Amputierte, das sich automatisch an Volumenänderungen des Stumpfs anpasst. Diese technische Lösung zielt darauf ab, ein häufiges Problem zu lösen: die Unbehaglichkeit und Hautverletzungen, die durch traditionelle statische Futter verursacht werden, und verbessert die Lebensqualität des Nutzers durch eine dynamische Anpassung.
Investoren jagen den Ideen (und dem Kaffee der ETH) hinterher ☕
Der Appetit auf diese Initiativen ist bemerkenswert. Die von Unternehmen eingeworbenen Investitionen, die mit ETH Ventures verbunden sind, wuchsen um 27 % auf 540 Millionen Schweizer Franken. Es scheint, als hätten die Investoren beschlossen, dass der Campus ein guter Ort ist, um Projekte zu jagen. Man muss nur der Spur von kaltem Pizza und leeren Kaffeetassen in den Labors um 3 Uhr morgens folgen, um die nächste große Idee zu finden. Ein Ökosystem, in dem sogar die Pause für einen Espresso einen Geschäftsplan zu generieren scheint.