In einem Schritt hin zu autonomeren und nachhaltigeren Lieferketten wurde der erste Flug eines Hubschraubers mit einem strukturellen Bauteil aus recyceltem Titan absolviert. Das Unternehmen QinetiQ integrierte zusammen mit AMS Ltd. eine 3D-gedruckte Datensonden-Scharnier in einen Trainingshubschrauber A109S. Das Teil stammt aus Schrott von zerlegten Flugzeugen und demonstriert einen Weg, um die Abhängigkeit von Importen und den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.
Vom Schrott zum Pulver: Der Hochleistungsrecyclingprozess ♻️
Die Schlüsseltechnologie ist das Verfahren von AMS Ltd., das Titan-Schrott von Luftfahrtqualität in Pulver für die Additive Fertigung umwandelt. Dieses Verfahren erreicht eine Materialausnutzungsrate von 97 %, minimiert Abfall. Laut Daten reduziert dieser Kreislauf die CO2e-Emissionen um 93,5 % im Vergleich zur traditionellen Beschaffung von Jungtitan. Das resultierende Teil, ein kritisches Scharnier, erfüllt die technischen Anforderungen für den Einsatz im Flugbetrieb.
Hubschrauber, die mit der Seele pensionierter Flugzeuge fliegen ✈️
Es scheint, als gäbe es Reinkarnation – aber für Metall. Nun trägt ein Trainingshubschrauber in seiner Struktur ein Stückchen von dem, was einst ein außer Dienst gestelltes Flugzeug war. Es ist der Traum jedes metallischen Ökologen: Sterben als Flügel und wiedergeboren werden als entscheidendes Scharnier. Eine Möglichkeit, dass die Veteranen der Luftfahrt weiterfliegen, wenn auch in Form von intelligentem Pulver und in einem viel kleineren Teil. Fast ein poetischer Akt des Recyclings, mit Flugzertifizierung.