Das Barcelona Supercomputing Center (BSC-CNS) hat die ersten funktionsfähigen Prototypen seiner Server-CPU, die TC1, vorgestellt. Dieser Prozessor, basierend auf der offenen RISC-V-Architektur, wurde in den Intel-3-Knoten hergestellt. Der Meilenstein zeigt, dass Europa Hochleistungs-Chips entwerfen kann, die Linux booten und mit Technologien wie PCIe 5.0 und DDR5 arbeiten.
Technische Details des TC1-Prototyps und seiner Herstellung 🔧
Die etwa 500 Prototypen des TC1 arbeiten mit Frequenzen um 1,25 GHz. Das Design umfasst Unterstützung für DDR5-Speicher und den PCI-Express-5.0-Bus, aktuelle Standards für Server. Die Herstellung in der Intel-Foundry mit dem Intel-3-Prozess validiert die Machbarkeit dieses Produktionswegs für europäische Designs. Dieser Schritt ist technisch solide, obwohl er noch weit von einer kommerziellen Massenproduktion entfernt ist.
Europa sucht seine Unabhängigkeit... mit ein bisschen amerikanischer Hilfe 🤔
Der Weg zur europäischen technologischen Souveränität hat seine Paradoxien. Um zu zeigen, dass sie nicht auf asiatische proprietäre Architekturen angewiesen sind, haben sie einen RISC-V-Chip entwickelt... der auf die Intel-Foundry, ein US-Unternehmen, angewiesen ist. Es ist wie die Unabhängigkeit bei der Ernährung zu erklären, indem man Tomaten im Garten des Nachbarn anbaut. Ein notwendiger erster Schritt, aber die wahre Autonomie ist noch fern.