Das Animaze-Festival 2026 in Montreal (17.–19. September) eröffnet ein Forum, das sich der künstlichen Intelligenz in der Animation widmet. Mit Masterclasses von Bill Plympton und Johnnie Semerad befasst sich die Veranstaltung damit, wie KI die Kreativität ergänzt, nicht ersetzt. In einer Stadt mit über 235 Animations- und VFX-Studios wird der Dialog unerlässlich, um die Zukunft der Branche zu definieren.
KI als Werkzeug: Arbeitsablauf und Narrative in der Entwicklung 🎨
Die technische Diskussion konzentriert sich auf praktische Anwendungsfälle: von der Generierung automatischer Storyboards bis hin zur Unterstützung bei Rigging und Compositing. Semerad, bekannt für seine Arbeit im Bereich visuelle Effekte, wird die Auswirkungen der KI auf die narrative Struktur diskutieren und ein Modell vorschlagen, bei dem der Künstler jede kreative Entscheidung überwacht. Plympton, ein Verfechter des handgezeichneten Bildes, wird zeigen, wie man diese Werkzeuge integrieren kann, ohne den persönlichen Strich zu verlieren. Das Forum zielt darauf ab, Wege für eine verantwortungsvolle Adoption aufzuzeigen, wobei die menschliche Kontrolle über das Endergebnis Priorität hat.
Roboter animieren, Menschen kassieren: die neue Arbeitsteilung 🤖
Natürlich, während die Teilnehmer diskutieren, ob KI Geschichten erzählen kann, nutzen die Studios in Montreal sie bereits, um Hintergründe zu animieren und Frames zu bereinigen. Niemand hat Angst, dass ein Algorithmus einen Film signiert, aber alle wollen wissen, ob sie am Ende mehr Kaffee kochen müssen. Die Ironie: Bill Plympton zeichnet seit Jahrzehnten allein und stellt sich nun heraus, dass er das Vorbild ist. Vielleicht kommt die KI nicht, um Künstler zu ersetzen, sondern um ihnen Zeit zu geben, elegant zu prokrastinieren.