Eine Studie der ETH Zürich und der University of Wisconsin analysierte 30 globale Städte, um die Beziehung zwischen Stadtentwicklung und Verkehr zu entschlüsseln. Unter der Leitung von Yatao Zhang korrelierten die Forscher Verkehrsstaus mit Straßennetzen, Bevölkerungsdichte und der Lage von Dienstleistungen. Die Schlussfolgerung: Öffentliche Verkehrsmittel bewegen nicht nur Menschen, sondern formen auch Städte.
Wie die S-Bahn das Stadtwachstum bestimmt 🚆
Die Studie zeigt, dass ein S-Bahn-Netz den Bau von Wohnungen in gut angebundenen Randgebieten fördert, wodurch ein Kreislauf entsteht, in dem öffentliche Verkehrsmittel die Expansion speisen. Gleichzeitig erfordert jede neue Wohnbebauung Straßenverbesserungen, um einen Kollaps zu vermeiden. Die Daten zeigen, dass Städte mit einer höheren Dichte an Dienstleistungen die Abhängigkeit vom Auto verringern, aber das Gleichgewicht ist fragil: Wenn die Bahn kommt, ziehen die Leute um; wenn die Leute umziehen, sind die Straßen überlastet.
Der Verkehr: das GPS, das niemand für die Stadtplanung bestellt hat 🚦
Das heißt, um zu wissen, wo gebaut werden soll, muss man nur sehen, wo es die meisten Staus gibt. Wenn die Karte rot wird, ist es Zeit, Gleise zu verlegen; wenn sie grün ist, muss die Bahn kommen. Stadtplaner könnten sich teure Studien sparen: Sie müssen nur aus dem Fenster schauen und zählen, wie viele Autofahrer fluchen. Allerdings sagt die Studie nicht, was zu tun ist, wenn die Lösung (mehr Züge) das Problem verursacht (mehr weit entfernte Häuser und mehr Autos). Ironien des Fortschritts.