Züge, die nicht ankommen, Tarife, die es tun

22. April 2026 Publicado | Traducido del español

Die Modernisierungsarbeiten an der Eisenbahn versprachen, Städte mit Schweizer Pünktlichkeit zu verbinden, doch die Realität sieht anders aus: gesperrte Streckenabschnitte, ständige Verspätungen und Dienstleistungen, die nur mit halber Kraft laufen. Während Ingenieure Fahrpläne anpassen und Fahrgäste auf Busse umleiten, sind die Fahrkarten im letzten Quartal bereits um 15 % gestiegen. Der Bürger zahlt mehr für einen Service, der noch immer nicht richtig funktioniert.

Ein leerer Bahnsteig unter einem beleuchteten Schild, das einen Zugausfall anzeigt. Im Hintergrund Baustellen und orangefarbene Absperrungen. Im Vordergrund eine Fahrkarte mit einem durchgestrichenen und um 15 % erhöhten Preis.

Die technische Entwicklung, die nicht richtig in Fahrt kommt 🚧

Das ERTMS-Signalsystem, der Schlüssel für die europäische Interoperabilität, wurde nur auf etwa 30 % des Hauptnetzes installiert. Die neuen Breitspurzüge, die für den fahrplanfreien Verkehr konzipiert wurden, weisen Fehler in den Spurwechseln auf. Die Zertifizierungsfristen haben sich verdoppelt, und die dynamischen Tests auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken sind noch immer nicht abgeschlossen. Die Verkehrsmanagement-Software mit drei ausstehenden Updates synchronisiert die Fahrpläne zwischen den Bahnhöfen nicht. Das Ergebnis ist ein Netz, das mit technischen Flickwerk läuft.

Mehr zahlen, um später anzukommen: Die neue Bahnpünktlichkeit 💸

Die Logik ist unfehlbar: Wenn der Zug nicht funktioniert, soll der Preis steigen. So zahlt der Reisende zumindest mit Premiumtarif für das Privileg, auf einem unbeheizten Bahnsteig zu warten. Die Monatskarten sind teurer geworden, aber die Waggons sind immer noch dieselben. Allerdings kannst du jetzt 45 Minuten später an deinem Zielort ankommen und dafür 20 % mehr Geld bezahlen. Ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass die Wartezeit jetzt offiziell etwas kostet.