Der Start von Starfield auf der PlayStation 5 verzeichnete einen bescheidenen Beginn mit etwa 140.000 verkauften Exemplaren in der ersten Woche. Diese Zahl, die unter der anderer Xbox-Titel auf Sonys Konsole liegt, stellt Microsofts Strategie, Spiele verspätet auf Konkurrenzplattformen zu veröffentlichen, in Frage. Analysten weisen darauf hin, dass die Aufnahme des Spiels in Game Pass mit Millionen von Abonnenten die Direktverkäufe begrenzt hat. Obwohl das Spiel über 300 Millionen eingespielt hat, wird erwartet, dass Crimson Desert es im Laufe dieses Jahres im Verkauf übertreffen wird.
Die Auswirkung von Abonnementdiensten auf den traditionellen Verkaufszyklus 🧐
Der Fall Starfield veranschaulicht einen strukturellen Wandel in der Branche. Die sofortige Verfügbarkeit in Game Pass für PC und Xbox schafft eine massive Spielerbasis, die nicht von Einzelkäufen abhängt. Bei der verspäteten Ankunft auf der PS5 sieht sich das Spiel einem Publikum gegenüber, das es bereits über andere Kanäle verfolgen konnte oder abgewartet hat. Dieses Modell priorisiert die Gewinnung von Abonnenten und langfristige Monetarisierung gegenüber den Einnahmen aus dem Startverkauf, definiert den Begriff des kommerziellen Erfolgs neu und verwischt die Startzahlen auf Konsolen.
Game Pass: Der Freund, der dir die Braut am Hochzeitstag wegschnappt 😅
Die Situation hat ihre komische Seite. Microsoft bereitet sorgfältig den Start von Starfield auf der PS5 vor, doch sein eigener Dienst, Game Pass, stiehlt ihm die Show. Es ist, als würde man eine große Party organisieren und feststellen, dass alle Gäste bereits in der Woche zuvor an einem kostenlosen Buffet gegessen haben. Die physischen Verkäufe schauen auf die über 8 Millionen Abonnenten und fragen sich, warum sie das Hauptgericht kaufen sollten, wenn sie bereits das komplette Menü probiert haben. Eine Strategie, die zweifellos mehr Fragen aufwirft als Antworten gibt.