Stephen Cass beschreibt in IEEE Spectrum, wie man den Teletext, dieses visuelle Informationssystem der 80er Jahre, für den Amateurfunk wiederbelebt. Der Vorschlag ist einfach: Eine Computersoundkarte an ein Funkgerät anschließen. Diese erzeugt digitale Töne, die das Signal modulieren, sodass Textseiten und Bilder übertragen und decodiert werden können. Es ist eine direkte Brücke zwischen Retro-Ästhetik und der Flexibilität moderner Hardware.
Wie man mit digitalen Tönen und Open-Source-Software die Wellen hackt 📡
Der technische Prozess basiert darauf, die Daten einer Teletextseite in ein codiertes Audiosignal umzuwandeln. Die Soundkarte gibt diese Töne aus, die in das Mikrofon eines Amateurfunkgeräts eingespeist werden. Auf der anderen Seite empfängt ein anderer Funkamateur das Signal und leitet es an seinen PC weiter. Ein Programm decodiert die Töne und rekonstruiert die Seite auf dem Bildschirm. Es wird keine spezielle Hardware benötigt, nur ein Computer mit Audioein- und -ausgang sowie die entsprechende Software.
Wenn dein Vintage-Radio ein Sound-Upgrade verlangt 🎛️
Das Lustige an der Sache ist, dass, während die Welt auf 5G und Glasfaser zusteuert, eine Gruppe von Menschen sich darum bemüht, ein System aus den 80ern mit einer Soundkarte zum Laufen zu bringen, die sie wahrscheinlich zum Spielen von DOOM gekauft haben. Der Witz liegt darin, einen Funkamateur zu sehen, der ernsthaft erklärt, wie seine Retro-Textübertragung zuverlässiger ist als eine WhatsApp-Nachricht in einem Gebiet mit schlechter Abdeckung. Ironien des Fortschritts.