Rote Wurzeln #1: zwei Geschichten, die sich sehnsüchtig nach einem Treffen sehnen

30. April 2026 Publicado | Traducido del español

In der Rezension dieser Woche verbindet der Comic Red Roots #1 von Lorenzo De Felici den Action-Thriller mit häuslichem Horror in einer parallelen Erzählung. Auf der einen Seite Sand, ein Spezialagent, der einen Selbstmordanschlag auf seine ehemaligen Arbeitgeber verübt; auf der anderen Seite Kate, eine Highschool-Lehrerin, deren Alltag zerbricht, als sie etwas Makabres in ihrem eigenen Haus entdeckt. De Felicis Schreibstil schafft es, beide Protagonisten sympathisch wirken zu lassen und erzeugt eine ständige Spannung hinsichtlich ihrer möglichen Verbindung.

Ein geteiltes Panel: ein vermummter Soldat mit Sprengstoff und eine Lehrerin neben einem offenen, dunklen Keller.

Der narrative Motor: zwei Töne, ein einziger Rhythmus 🎭

De Felici handhabt den Rhythmus gekonnt: Sands Panels sind schnell, mit harten Schnitten und Explosionen, die an ein Ego-Shooter-Videospiel erinnern. Im Kontrast dazu stützen sich Kates Panels auf Stille, Nahaufnahmen alltäglicher Gegenstände und ein kaltes Licht, das die Gefahr ankündigt. Die Farbe spielt eine Schlüsselrolle: warme, gesättigte Töne für die Action, graue und bläuliche Paletten für die häusliche Spannung. Obwohl die Genres aufeinanderprallen, hält die Struktur der abwechselnden Kapitel das Interesse aufrecht, ohne zu überladen.

Spoiler: Die Lehrerin ist nicht sicher vor ihren Schülern 😱

Während Sand seine Rache am Arbeitsplatz wie einen Coffee-to-go abwickelt, entdeckt Kate, dass ihr größtes Problem nicht die Mathe-Klausuren sind, sondern eine mögliche Leiche im Keller. Man fragt sich, ob der Comic mit einer Szene enden wird, in der die Lehrerin einem Mörder Hausaufgaben aufgibt. Im Moment ist nur sicher, dass die örtliche Schule keinen Notfallplan dafür hat.