Mark Galeotti stellt in seinem Buch Homo Criminalis eine realistische Sicht auf die organisierte Kriminalität dar. Er beschreibt sie als ein Phänomen, das modernen Gesellschaften innewohnt und unmöglich vollständig auszurotten ist. Obwohl der Staat mehr Macht hat, operieren kriminelle Gruppen aus dem Schatten heraus, was eine totale staatliche Reaktion zu kostspielig macht. Polizeioperationen, wie in den Favelas, verlagern das Problem nur vorübergehend.
Die technologische Eskalation im asymmetrischen Krieg ⚔️
Diese Dynamik kann als ein System unausgeglichener Kräfte analysiert werden. Der Staat besitzt die rohe Gewalt, vergleichbar mit einer großen zentralisierten Datenbank. Die Kriminalität agiert wie ein verteiltes und widerstandsfähiges Netzwerk, dessen Knoten sich regenerieren. Die Zunahme der Bewaffnung der Kriminellen ist ein Parameter, der die Gleichung verändert und die Kollateralschäden erhöht. Dies überlastet die staatlichen Ressourcen und verschlechtert die Wahrnehmung von Sicherheit, eine Schlüsseldienstleistung, die das System stabil halten muss.
Planung für einen ewigen Sprint, ohne Ziellinie 🔄
Also, dieser Logik folgend, haben wir das Projekt von Anfang an falsch angegangen. Es geht nicht darum, die endgültige Anwendung zu entwickeln, die alle Fehler beseitigt. Es geht eher darum, ein Support-Team im Stammpersonal zu halten, das kritische Fehler in einem kontinuierlichen Zyklus korrigiert, im Wissen, dass neue Fehler auftauchen werden. Der endgültige Sieg ist ein Ziel, das nicht auf der Roadmap steht. Es ist tröstlich zu denken, dass wir zumindest Arbeit auf ewig gesichert haben.