Der Iran hat zwei Schiffe in der Straße von Hormus beschlagnahmt, die unter liberianischer Flagge fahrende Epaminondas und die unter panamaischer Flagge fahrende MSC Francesca, als Vergeltung für die Seeblockade der USA. Beide Schiffe wurden festgesetzt, weil sie ihre Navigationssysteme manipuliert hatten. Die Epaminondas, die von Dubai nach Gujarat unterwegs war, transportierte Fracht mit Ziel Indien.
Navigationstechnologie als zweischneidiges Schwert 🛰️
GPS- und AIS-Systeme sind Schlüsselwerkzeuge für die zivile Schifffahrt, aber ihre Manipulation ist in Konflikten zu einer wiederkehrenden Taktik geworden. Der Iran beschuldigt die Schiffe, ihre Signale zu verfälschen, um Sanktionen oder kontrollierte Routen zu umgehen. Die Veränderung dieser Systeme setzt die Schiffe nicht nur Sanktionen aus, sondern ermöglicht es den Behörden auch, Wasserfahrzeuge präzise zu identifizieren und festzusetzen. Die Technologie, die für Sicherheit entwickelt wurde, wird nun als Rechtfertigung für Beschlagnahmungen in umstrittenen Gewässern genutzt.
Mit manipuliertem GPS navigieren: die neue Risikosportart 🚢
Es scheint, dass die Navigation durch die Straße von Hormus jetzt mehr als eine gute Karte erfordert: Man muss aufpassen, die Route nicht mit einem Augmented-Reality-Spiel zu verwechseln. Anstatt Geschwindigkeitsüberschreitungen zu bestrafen, beschlagnahmt der Iran Schiffe, weil sie den Satellitenanweisungen nicht folgen. Die Epaminondas dachte, sie wäre auf dem Weg nach Gujarat, landete aber als Gast in einem iranischen Hafen. Vielleicht sehen wir bald ein YouTube-Tutorial: Wie man sein Schiff in der meistüberwachten Meerenge der Welt nicht verliert.