Eine Entdeckung an den Kalambo-Fällen in Sambia hat das Verständnis über die Verwendung von Holz neu geschrieben. Es handelt sich um zwei Baumstämme, die absichtlich mit einer Kerbe verbunden wurden, um eine Struktur zu bilden, die auf 476.000 Jahre datiert wird. Dieser Fund liegt deutlich vor dem Auftreten des Homo sapiens und zeigt, dass frühere Hominiden bereits Konzepte von Zimmerei und Bauwesen beherrschten.🪵
Bautechnik und Werkzeuge im Paläolithikum🔨
Die Struktur zeigt einen präzisen Schnitt und eine Kerbe, um einen Baumstamm auf einen anderen zu setzen, was auf die Verwendung scharfer Steinwerkzeuge zum Bearbeiten des Holzes hindeutet. Diese Arbeit ist keine einfache Schnitzerei, sondern eine durchdachte Verbindung, um eine stabile Plattform oder ein Fundament zu schaffen, möglicherweise für eine Unterkunft oder einen Lagerraum. Die Erhaltung ist darauf zurückzuführen, dass der Wasserspiegel des Flusses sie in einer sauerstofffreien Umgebung hielt, die organische Materie über Jahrtausende konservierte.
Montageanleitung, verloren im Pleistozän😅
Man kann sich die Szene vorstellen: Eine Gruppe von Hominiden, ohne Ikea-Anleitung in Sicht, diskutiert, wie Stamm A in Schlitz B passt. Ohne Schrauben oder Leim, nur Steine und viel Entschlossenheit. Es ist wahrscheinlich, dass das erste Heimwerkerprojekt der Geschichte damit endete, dass sich jemand den Daumen mit einem Schlagstein traf – ein Ritual, das wir anscheinend zusammen mit dem technischen Geschick genetisch geerbt haben.