Eine Studie des Zentrums EngageMinds Hub zeigt, dass jeder zweite Italiener am Dorian-Gray-Syndrom leidet, der Angst, mit zunehmendem Alter an körperlicher Attraktivität zu verlieren. 47 % der Befragten fürchten zudem, für andere nicht mehr nützlich zu sein. Die Wahrnehmung des Alterns konzentriert sich auf den Verlust von Kompetenz, Image und sozialer Rolle, weniger auf Beziehungen. Laut den Daten beginnt das Alter mit 71 Jahren, eine Zahl, die an die gestiegene Lebenserwartung angepasst ist.
Apps und Wearables gegen den Lauf der Zeit 🕒
Die Technologie bietet Werkzeuge, um diesen Prozess zu verfolgen und zu managen. Gesundheits-Apps überwachen körperliche Aktivität, Schlaf und Ernährung, während Wearables wie Smartwatches biometrische Daten in Echtzeit erfassen. Plattformen für kognitives Training versprechen, den Geist aktiv zu halten. Diese Geräte konzentrieren sich jedoch auf oberflächliche Metriken wie Falten oder körperliche Leistungsfähigkeit, ohne die zugrunde liegende Angst vor dem Verlust des sozialen Nutzens zu adressieren, die die Studie widerspiegelt.
Der Anti-Aging-Filter des Handys täuscht niemanden 📱
Die beliebteste Lösung unter den Betroffenen ist, den Beauty-Filter auf das aktuelle Selfie anzuwenden. Doch wenn die Frontkamera ein faltenfreies Gesicht zurückgibt und der Badezimmerspiegel die Realität zeigt, ist der Konflikt unvermeidlich. Die Technologie hört nicht auf, digitale Pflaster für ein Problem anzubieten, das letztlich im Kopf liegt. Und nebenbei, für die 71 Jahre, die uns davon trennen, offiziell als alt zu gelten.