Das tausend Kilometer lange Kabel, das Spaniens Energieisolation durchbricht

26. April 2026 Publicado | Traducido del español

Spanien führt die Solarenergieproduktion in Europa an, aber seine Geografie verdammt es zur Isolation. Die Iberische Halbinsel, mit einer unzureichenden Stromverbindung über die Pyrenäen, fungiert als Energieinsel. Dieser Engpass verhindert den Export des erneuerbaren Überschusses. Um diese Blockade zu durchbrechen, haben Spanien und Irland eine Absichtserklärung unterzeichnet, um ein Seekabel von bis zu 1.100 Kilometern zwischen der asturischen Küste und Südirland zu untersuchen, eine Route, die die Versorgungsströme im Atlantik neu definiert. 🌍

Karte des Seekabels zwischen Asturien und Irland auf einem Atlantikhintergrund mit Solar-Icons

3D-Visualisierung der Route und Simulation der Exportflüsse ⚡

Unsere 3D-Visualisierung des Seekorridors zeigt den Verlauf vom Hafen El Musel (Gijón) bis zur Grafschaft Cork, vorbei am Kontinentalhang des Golfs von Biskaya. Wenn man die Karte der europäischen Stromverbundnetze darüberlegt, wird deutlich, dass die Austauschkapazität Spaniens mit Frankreich gerade einmal 2.800 MW beträgt, weit unter dem von der EU festgelegten Ziel von 15% Vernetzung. Die Simulation von Solar-Exportszenarien zeigt, dass dieses Kabel mit einer geschätzten Kapazität von 2 GW 10% des überschüssigen Photovoltaikstroms der Halbinsel nach Irland und von dort aus in den britischen und mitteleuropäischen Markt leiten könnte, wodurch eine Sättigung der französischen Grenze vermieden wird.

Die Risikokarte einer Halbinsel, die keine Insel mehr sein will 🗺️

Die Energieabhängigkeit Spaniens beruht nicht nur auf fossilen Brennstoffen, sondern auch auf der Anbindungsinfrastruktur. Der geografische Engpass der Pyrenäen macht die Halbinsel zu einem blinden Fleck in der europäischen Stromversorgungskette. Dieses Kabel ist nicht nur ein Ingenieurbauwerk; es ist eine geopolitische Korrektur. Durch die Eröffnung einer direkten Seeroute hört Spanien auf, eine Energieinsel zu sein, und wird zu einem atlantischen Exportknotenpunkt, wodurch es seine Anfälligkeit gegenüber Unterbrechungen im kontinentalen Netz verringert und seine Solarproduktion als strategisches Asset für die Versorgungssicherheit der EU aufwertet.

Wie das neue 1000 km lange Seekabel die Energieabhängigkeit Spaniens und das geopolitische Gleichgewicht der Stromversorgung in Europa beeinflusst

(PS: Geopolitik in 3D sieht so gut aus, dass man am liebsten Länder überfallen würde, nur um sie gerendert zu sehen)