Die Miniserie All Her Fault mit Sarah Snook ist ein Fallbeispiel für den diskreten Einsatz von visuellen Effekten. Um die Geschichte in den Vororten von Chicago zu verorten, arbeitete das Team von Studio Blackbird mit rund 800 VFX-Shots, die alle unauffällig wirken sollten. Die Hauptchallenge bestand darin, die Physiognomie von Melbourne digital zu verändern, von den Bäumen bis zum Pflaster, um die narrative Illusion aufrechtzuerhalten, ohne die Technik in den Vordergrund zu rücken.
Integration ab der Preproduction und die Herausforderung der digitalen Physik 🎬
Nick Ponzi und sein Team integrierten die Effekte bereits in den frühen Planungsphasen. Eine akribische Arbeit war die digitale Rekonstruktion des Haupthauses in einem wohlhabenden Viertel, um Konsistenz in jedem Shot zu gewährleisten. Die komplexeste Sequenz war ein computer-generierter Autounfall. Er wurde mit realistischen Physiksimulationen gestaltet, nicht um zu beeindrucken, sondern um dem Höhepunkt der Handlung zu dienen und entscheidende Informationen zum Mysterium preiszugeben.
Wenn dein Viertel einen digitalen Doppelgänger hat und du es nicht wusstest 😉
Es ist ein Trost zu wissen, dass du, falls du dich je in einem idyllischen Viertel von Chicago verirrst, eigentlich in Melbourne sein könntest. Die VFX-Künstler sind nun die ultimativen Landschaftsgestalter und Stadtplaner, fähig, Bäume zu stutzen, Asphalt zu wechseln und das Sonnenlicht mit ein paar Klicks anzupassen. Alles damit wir Zuschauer die Ungläubigkeit aussetzen können, ohne uns zu fragen, warum die Vögel mit australischem Akzent singen.