Im Jahr 2015 startete Prime Video eine Serie, die nicht nur den Roman von Philip K. Dick adaptierte, sondern die Plattform zu einem Pflichttermin machte. The Man in the High Castle bewies mit seiner Dieselpunk-Ästhetik und Nazi-Uchronie, dass Streaming genauso relevante Inhalte wie das traditionelle Fernsehen produzieren konnte, und veränderte die Spielregeln für immer.
Der technische Motor einer visuellen Uchronie 🎬
Die Serie verwendete eine komplexe Mischung aus praktischen und digitalen Effekten, um ihre alternative Welt zu erschaffen. Von Nazi-Flaggen, die in New York wehten, bis hin zu Hindenburg-Luftschiffen, die über Manhattan flogen, kombinierte das Produktionsteam reale Sets mit akribischem CGI. Die Farbpalette, dominiert von Sepia- und Grautönen, verstärkte das bedrückende Gefühl. Darüber hinaus schufen die Umgebungsgeräusche und die Filmmusik von Dominik Scherrer eine Atmosphäre, die hochwertige Kopfhörer erforderte und jede Episode zu einem immersiven Erlebnis machte.
Der Tag, an dem dein Abonnement kein Luxus mehr war 📺
Vor dieser Serie war Prime Video zu haben wie ein Abonnement einer Zeitschrift, die man nie liest: Es ist da, aber es eilt nicht. Plötzlich zahlten die Leute nicht mehr für kostenlosen Versand, sondern um zu sehen, wie sich ein gewisser Frank Frink vor der Gestapo versteckte. Die Foren füllten sich mit Debatten darüber, ob das Ende schlüssig war, und diejenigen, die die Plattform nicht hatten, fühlten sich wie im Jahr 1947 ohne Radio. So entstand die Notwendigkeit.