BYD und Chery: Zwei chinesische Strategien zur Eroberung Europas

17. April 2026 Publicado | Traducido del español

Der europäische Automobilmarkt ist das neue Schlachtfeld für chinesische Hersteller. Zwei Giganten, BYD und Chery, führen die Offensive mit aggressiven Expansionsplänen, aber mit sehr unterschiedlichen Taktiken. Während BYD auf eine schrittweise Ansiedlung und eigene Produktion auf europäischem Boden setzt, setzt Chery auf strategische Allianzen mit lokalen Partnern. Diese Analyse vergleicht beide Ansätze.

Zwei chinesische Hersteller, BYD und Chery, vor einer Europakarte mit divergierenden Expansionsrouten.

Industrieansiedlung und technologische Anpassung 🏭

Die Strategie von BYD basiert auf der Kontrolle der eigenen Wertschöpfungskette. Sie begann mit reinen Elektrofahrzeugen und führt nun Plug-in-Hybride ein. Ihre bereits in Betrieb befindliche Fabrik in Ungarn und das Projekt in der Türkei zielen darauf ab, Zölle zu vermeiden und Lieferzeiten zu verkürzen. Chery hingegen priorisiert Geschwindigkeit. Ihre Allianz mit Ebro-EV Motors in Spanien ermöglicht es ihnen, das Werk in Barcelona für die Montage und später für die Fertigung ihrer Modelle Omoda und Jaecoo zu nutzen, mit einem Ziel von 200.000 Einheiten pro Jahr bis 2029.

Eigene Fabrik oder Miete mit Kaufoption? 🤝

Es scheint zwei Wege zu geben, nach Europa zu ziehen. BYD ist wie jemand, der eine Wohnung kauft, sie renoviert und sich einrichtet, um zu bleiben. Chery ist wie jemand, der bei einem Cousin wohnt, dessen Küche benutzt und verspricht, sich an den Kosten zu beteiligen. Auf lange Sicht hat einer die Schlüssel und der andere ist von der guten familiären Beziehung abhängig. Die Zeit wird zeigen, welche Methode weniger Streit darüber verursacht, wer das schmutzige Geschirr in der industriellen Spüle stehen lässt.