Die Europäische Kommission hat der Biennale von Venedig ein Ultimatum gestellt. Sie fordert, dass die Biennale innerhalb eines Monats ihre Entscheidung rechtfertigt, Russland zur 61. Internationalen Kunstausstellung zuzulassen. Brüssel droht damit, die Finanzierung in Höhe von zwei Millionen Euro zu streichen, falls die Antwort nicht zufriedenstellend ausfällt. Die Kunst wird zum diplomatischen Schlachtfeld. ⚔️
Der europäische Kulturalgorithmus und seine Ausschlussfilter 🧠
Die europäische Richtlinie zur Kulturförderung funktioniert nach einem System der Überprüfung der Einhaltung demokratischer Werte. Die Biennale als empfangende Einrichtung muss nachweisen, dass ihre Entscheidung nicht gegen internationale Sanktionen verstößt. Der Rechtfertigungsprozess beinhaltet die Vorlage eines detaillierten Berichts über die Auswahlmechanismen der Teilnehmer. Sollte die Antwort Brüssel nicht überzeugen, wird das Zahlungssystem automatisch blockiert, wodurch der Organisation die Mittel für ihre Programmgestaltung entzogen werden.
Zwei Millionen, damit die Kunst keine Politik macht (oder doch) 💶
Die Europäische Kommission scheint gerade dann entdeckt zu haben, dass Kunst politisch ist, wenn es ans Bezahlen geht. Zwei Millionen Euro ist der Preis, den die Biennale dafür zahlen muss, Brüssel nicht vor der Einladung Russlands konsultiert zu haben. Vielleicht fügen die Organisatoren nächstes Jahr einen Button Politische Bedingungen akzeptieren ein, bevor man die Eintrittskarte kauft. Oder noch besser: Die russischen Künstler treten mit einem falschen Pass eines Landes ohne Sanktionen an.