Atlas enthüllt die Arktis ausgebeutet wie nie zuvor

24. April 2026 Publicado | Traducido del español

Ein italienisch-deutsches Team unter der Leitung von Daniele Codato hat in Plos One den ersten detaillierten Atlas der Öl- und Gasförderung in der Arktis veröffentlicht. Die Studie kartiert 512.000 Quadratkilometer bereits genutztes Territorium, eine Fläche vergleichbar mit Spanien, mit über 44.000 aktiven Bohrlöchern und 40.000 Kilometern Pipelines, die das Eis durchqueren.

Karte der Arktis mit 44.000 aktiven Bohrlöchern, roten Pipelines auf Eis und 512.000 km² ausgebeuteter Fläche, vergleichbar mit Spanien.

Satellitendaten zur Kartierung des Goldrauschs 🛰️

Das Team nutzte hochauflösende Satellitenbilder und Daten zur Energieinfrastruktur, um eine umfassende Karte der Region zu erstellen. Die Forschung lokalisiert nicht nur die Bohrlöcher und Pipelines, sondern quantifiziert auch die kumulativen Auswirkungen auf ein fragiles Ökosystem. Codato weist darauf hin, dass die Analyse die Ausdehnung der Industrie in zuvor unberührte Gebiete visualisiert und eine offene Datenbasis für zukünftige Studien zum Klimawandel und zur arktischen Geopolitik bietet.

Die Arktis, dieses neue Wohnviertel mit Aussicht auf das Tauwetter 🏠

Mit 44.000 Bohrlöchern wirkt die Arktis urbaner als viele Städte. Wenn wir all diese Löcher zusammennehmen, könnten wir den größten Golfplatz der Welt haben, wenn auch mit weniger Grün und mehr Rohöl. Allerdings ist die Aussicht vom Grün spektakulär: schmelzende Eisberge bei Sonnenuntergang. Die Ölindustrie hat ihr Grundstück bereits reserviert; es fehlen nur noch die Vorhänge an den Pipelines.